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Leverage - Circus Collosus [Symphonic Melodic Metal / 2009]

AlbumcoverStilbruch deluxe.
Eben noch galt meine ungeteilte Aufmerksamkeiten dunkelsten elektronischen Breiten der Marke Eurocide, nun wandert das schwarze Auge in Richtung Finnland. Dort zelebrieren Leverage seit sieben Jahre eine typisch nordeuropäische Spezalität – den Melodic Metal. Bis dato für die weltweite Musikszene weitestgehend unbedeutend, haben die sechs Mannen um Sänger Pekka Heino, in ihrer Heimat dabei schon einige Charterfolge vorweisen können. Für den Sprung auf den globalen Markt hat es allerdings noch nicht gelangt, ein Manko, was „Circus Collosus“, der dritte Streich, ausbessern soll.

In Fachkreisen wird es gerne das „Nightwish-Syndrom“ genannt. Der verstärkte Einsatz von symphonischen Elementen, die opulente Ausarbeitung der Arrangements. Einst von der Gruppe um Frontelfe Tarja wegbereitend praktiziert, experimentieren heute weite Teile der metallischen Landschaft mit orchestralen Zwischenspielen und dekadent-ausladenden Klanglandschaften. So auch die Finnen von Leverage. Irgendwo zwischen Sonata Arctica und Stratovarius, bestechen Symphonic Melodic Metal Kracher wie „Wolf and the moon“ durch einen geschickten und vor allem eingängigen Spagat zwischen einer metallischen Instrumentalisierung und orchestralem Schnickschnack, um es sallopp auszudrücken. Dieser wird in das Gesamtbild eingearbeitet ohne gleichzeitig den metallischen Anteil zu stark in den Hintergrund zu rücken und besorgt den Feinschliff. In der Folge findet der Hörer beim Genuss von „Circus Collosus“ gleich zwei Ansatzpunkte. Nicht nur die vielschichtige und kraftvolle Stimme von Sänger Heino lädt zum Verweilen ein, auch das akzentuierte Songwriting bietet genügend Potential die Ohren vollständig zu binden. Zwar finden sich neben starken Nummern wie einem überragenden „Legions of Invisible“ auch immer wieder durchschnittlichere Nummern wie die überflüssige Pseudo-Ballade „Don't keep me waiting“. Hier fehlt es an tiefgehender Stimmung – eine Ballade definiert sich eben nicht nur durch einen spärlichen Gebrauch der Drums und ein melodisches Gitarrenspiel. Das aber nur am Rande.

Orchester, Chöre und eine brillante Produktion – Leverage haben tief in die Trickkiste gegriffen und ein auf ganzer Linie überzeugendes Album geschaffen. „Circus Collosus“ bietet Melodic Metal in symphonischer Reinkultur mit gelegentlichen Ausflügen in Hard Rock Breiten, der einmal mehr beweist, wieso die Skandinavier offenbar ein Patent auf gutem Melodic Metal liegen haben. Dem Erfolg auf dem Kontinent dürfte mit diesem Album im Rücken nicht mehr viel im Weg stehen.


Tracklist:
01. Rise
02. Wolf And The Moon
03. Movie Gods
04. Worldbeater
05. Rider Of Doom
06. Legions Of Invisible
07. Revelation
08. Don´t Keep Me Waiting
09. Prisoners
10. Broken Wings

  


Hinzugefügt am: 30. Dezember 2009
Autor: Torben Knöpfler
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Hits: 1516
Sprache: german
Punkte:   (7/10)
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