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Lyriel - Paranoid Circus [Celtic Folk Metal/ 2010]

AlbumcoverDie Karriere von Lyriel ist eine Karriere, wie sie exemplarisch für eine neue Generation Musiker stehen könnte. 2003 gegründet, hatten die sieben Musiker um die bezaubernde Front-Elfe Jessica Thierjung zwar den Vorteil recht schnell einen Vertrieb für ihre Musik zu finden, großen Anklang fanden die beiden ersten Alben allerdings erst als freier Download im Internet. Nachdem diese Basis auf Touren unter anderem im Vorprogramm von Bands wie Elis, Xandria oder Schandmaul kräftig ausgebaut wurde, sehen sich Lyriel nun im Stande mit ihrem Drittling den Sprung zum regulären Markt zu wagen. Ob der gelingt ist eine andere Frage, den Eyecatcher-Bonus hat "Paranoid Circus" mit seinem außergewöhnlichen Artwork auf jeden Fall.

Doch auch abgesehen von diesen Äußerlichkeiten gibt es auf den insgesamt 15 Tracks einiges zu bestaunen. Die Assoziationen zum Stichwort "Female Fronted Metal" dürften relativ einhellig in Richtung Nightwish und Konsorten gehen, wird die Szene doch von solchen Symphonic-Größen dominiert. Dass es auch vollkommen anders geht, beweisen Nummern wie "Foeman's Bride". Die Songstrukturen bleiben in bodenständigen Breiten, beschweren sich nicht mit orchestralem Ballast. Stattdessen liegt der Fokus auf der vielfältigen Stimme von Sängerin Jessica. Ob schmeichelnd, kraftvoll oder verführerisch strotzen die Vocals vor verschiedensten Stimmungen und kleiden die ansonsten schlichten Kompositionen in edle Gewänder. Auch die Instrumentalfraktion biedert sich nicht an gängige Symphonic-Konventionen an, sondern bewegt sich in rockigen bis metallischen Breiten, während der Einsatz der Violine immer wieder schöne Assoziationen in Richtung Celtic Folk schafft. In Kombination klingt diese Mischung erfrischend anders und eigenständig. Der Hörer wird nicht von opulenten Arrangements erschlagen und ist bereits nach wenigen Durchläufen gesättigt. Stattdessen bezaubert das grandiose „Like a feather in the wind“ stellvertretend für den Großteil des Albums durch bodenständige Schönheit, ähnlich einem hübschen Bauernmädchen, welches beim Tanz um den Maibaum die Köpfe verdreht. Leider kann man diese Wirkung nicht dem gesamten Album zuschreiben. So haben sich immer wieder kleine Pausenfüller eingeschlichen, die im Kontext eines extrem starken Starts unvorteilhaft betont werden. Nicht nur die vier Zwischenspiele lassen hier die Frage nach ihrem Sinn aufkommen, auch bei den „richtigen“ Nummern können die Balladen wie „Lullaby“ oftmals nicht in dem Maß der schnelleren Songs begeistern. Zwar haben Lyriel keine Kosten und Mühen gescheut die Zwischenspiele wie das Intro durch Simon Jäger (u.a. Heath Ledger, Leonardo di Caprio in den deutschen Fassungen) professionell einsprechen zu lassen, doch wirken diese zusammenhanglos eingebracht und verwirren mehr, als ein roten Faden zu kreieren.

Nichtsdestotrotz ist „Paranoid Circus“ ein starkes Album, welches sich wohltuend von den gängigen Konventionen im Female Fronted Metal Bereich abhebt. Zwar wäre eine höhere Dichte im Songmaterial wünschenswert, doch gleichen Lyriel dieses Manko durch ein hohes Maß an Eigenständigkeit aus. Wer es also bodenständiger und trotzdem bezaubernd mag, kommt nicht umhin "Paranoid Circus" anzutesten.

Tracklist:
01. The opening
02. Welcome
03. The feather in the wind
04. The regret
05. Elderberry and Lavender
06. Lullaby
07. Foeman´s bride
08. The wolf
09. So long
10. My unawakened soul
11. Paranoid Circus
12. The wheel of Fortuna
13. The way to nowhere
14. Another time
15. The closure

  


Hinzugefügt am: 23. Januar 2010
Autor: Torben Knöpfler
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Hits: 1592
Sprache: german
Punkte:   (7/10)
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