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Experience X




Die Progressive Metal-Entdeckung des Jahres 2005 aus Deutschland trägt den Namen Experience X und legte mit "Mirror of Perception PT. I: Coma Virgil" einen amtlichen Start hin.
Nun stellte sich die Band den Fragen usneres Redakteurs Dominic Türk.
Viel Spaß beim Lesen!


Experience X Vielen Dank erst einmal, dass ihr euch Zeit genommen habt ein paar Fragen über euch ergehen zu lassen. Bevor wir jedoch fortfahren, möchte ich euch bitten, euch den Lesern einmal vorzustellen.
Timo Südhoff - Vox
Sebastian Schmalz - Guitar
Stephan Zerhusen - Bass
Jan Christan Halfbrodt - Keys
Torsten Tiltack - Drums

Timo singt nebenbei noch bei Regicide. Kommt man da überhaupt noch zum Proben oder lassen sich beide Bands problemlos miteinander kombinieren?
Es gibt hier und da mal ein paar Überschneidungen. Durch gute Absprachen lassen sich die beiden Bands aber problemlos kombinieren. Oftmals finden allerdings auch Instrumentalproben statt, was auch sehr hilfreich für Timo sein kann, da er sich dann sozusagen "ins gemachte Bett" legen kann. Wir verstehen uns bei den Proben allerdings sehr gut und arbeiten sehr produktiv miteinander. So schaffen wir also auch in weniger Zeit sehr viel.

Mit Jan hat ihr nun einen Keyboarder in der Band. Hat er euch einfach angequatscht oder musste er einen Contest durchleben, wie bei z.B. Metallica mit Rob Trujillo?
Wir haben uns schon seit geraumer Zeit Gedanken darüber gemacht, ob einen Keyboarder in Experience X integrieren wollen. Nach der Produktion unseres Demos konkretisierten wir die Idee und machten uns auf die Suche nach einem guten Keyboarder, der Bock auf Prog-Metal hat. Jan hat sofort die richtigen Ideen gehabt. Schon die erste Probe hat so unheimlich Spaß gebracht, dass die Entscheidung ihn aufzunehmen sehr leicht fiel.

Warum habt ihr euch für progressiven Metal entschieden? Das Genre ist nicht gerade eins der einfachsten, aber vielfältigsten. Liebt ihr die Herausforderung?
Es gibt ja eigentlich recht viele (auch bislang unbekannte) Prog-Bands. Wir haben uns dazu entschieden, eben nicht "nur" progressive Metal zu machen, sondern diesen in Songs zu verpacken, die auch jemand hören mag, der gar nichts mit diesem Genre zu tun hat. Diese Entwicklung zeigt sich vor allem in unseren bisher unveröffentlichten, neuen Songs und auch live. Vor allem DAS sehen wir als Herausforderung.
Bleibt zu erwähnen, dass wir allesamt Prog-Fans sind und progressive Songs zu komponieren und zu spielen unsere Leidenschaft ist.

Experience X Was steckt eigentlich hinter eurem Bandnamen? Ist diese Erfahrung X die ganz besondere Erfahrung, die man beim Hören eurer Musik erlebt?
Ja, auch. Es ist die Erfahrung für das Publikum, dass sie unsere Musik trotz der teils komplizierten Arrangements und anspruchsvolleren Kompositionen ansprechend findet und dass die auch Songs hängen bleiben. Wir wurden schon desöfteren von Leuten angesprochen, dass sie diese Musikrichtung eigentlich gar nicht hören, aber „irgendwie“ unsere Songs mögen. Und genau dieses „irgendwie“ versuchen wir mit dem X zu symbolisieren.

Euer erstes Album trägt den Titel „Mirror of Perception Pt.I“. Wie kam es eigentlich dazu ein Konzeptalbum zu komponieren?
Tatsächlich geschah dies mehr oder minder zufällig. Wir haben die Songs auf unserem Album nicht in der Reihenfolge geschrieben, in der sie nun als Konzept zu hören sind. Als ungefähr die Hälfte der Songs fertig war, bemerkten wir, dass manche Muster einiger Songs sich immer wieder auch mit dem Text verbinden lassen. So war dann die Idee zu einem Konzept geboren.
Natürlich haben wir uns dann sehr viele Gedanken um dieses Konzept gemacht - einige Songs wieder etwas umgeschrieben und der Geschichte eine Form gegeben.
Das nahm viel Geduld und jede Menge Brainstorming in Anspruch, aber ich denke, das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen/ hören lassen.

Warum habt ihr gerade das Thema Wachkoma dafür gewählt?
Im Prinzip entstand das Thema aus dem Hintergrund, dass wir selbst oft die Erfahrung gemacht haben, wie ohnmächtig man machen Dingen gegenübersteht. Man bekommt im Prinzip mit, was vor sich geht, kann aber nichts ändern – man ist wie gelähmt. Das kann deine Sicht der Dinge total verändern und manchmal machst du eben genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich als richtig empfindest. Mit "Coma Vigil" versuchen wir, dieses Gefühl in Text und Musik zu beschreiben.

Experience X Welche Idee steckt hinter dem Cover des Albums?
Das Cover unterstreicht das Konzept. Man ist gefangen und sieht die Welt durch einen Spiegel - eben verkehrt herum. Es ist düster und man irrt herum. Das Tor aus dieser Welt ist zum Greifen nah und doch kann es ein langer Weg sein, um daraus auszubrechen, während die Uhr nicht aufhört zu ticken.

Wer hatte die Idee dazu und wer ist für die Umsetzung verantwortlich gewesen?
Die Idee entstand gemeinsam, als wir (wie erwähnt) einen roten Faden erkannt haben, der sich durch die Texte zog. Darauf hin hat Timo dann die Texte auf dieses Konzept zugeschnitten, während die anderen passende musikalische Stimmungen und Kompositionen entwickelt haben. Die grafische Umsetzung hing zum Großteil bei Torsten, der unsere ganzen Ideen technisch umgesetzt hat, während Stephan sich um die Homepage gekümmert hat.
An der Umsetzung waren wir letzendlich alle beteiligt, da wir das Konzept gemeinschaftlich entwickelt haben.

Wie seid ihr an das Komponieren der Stücke herangegangen?
Das schöne an progressiven Kompositionen ist, dass man wahrlich viele Freiheiten hat. Und getreu dem Motto sind wir auch in dieser Art herangegangen. Als die Konzeptidee stand, haben wir uns schon genauer überlegt, wie man das Thema Wachkoma kompositorisch unterstützen kann. So haben wir also gewisse Parts oder Licks immer wieder (teilweise etwas versteckter) in die einzelnen Songs einfliessen lassen.

Sind die Songs vor dem Gang ins Studio alle fertig gewesen oder habt ihr noch welche im Studio gebastelt?
Wir sind mit den fertigen Songs und dem stehenden Konzept (wenn´s auch zeitlich etwas knapp war) ins Studio gegangen. Wir konnten so also sehr effektiv arbeiten.
Natürlich wurden hier und dort noch kleine Änderungen vorgenommen, die einem erst im Studio auf- oder einfallen.

Experience X Wie wurde das Album eigentlich von der Allgemeinheit aufgenommen?
Die Reaktionen auf das Album waren sowohl bei den Fans als auch bei der Presse bisher durchweg positiv. Das ist natürlich sehr erfreulich. Wir bauen uns gerade eine solide Fanbase auf und ziehen durch die guten Reaktionen nach und nach immer mehr Gigs an Land.

Wie reagiert ihr auf Statements wie „..dafür ist es mir eine Ecke zu sehr progressiv“?
"Komm´ mal auf ein Konzert von uns!"

Wie sieht es mit dem zweiten Teil von „Mirror of Perception“ aus? Gibt es schon konkrete Ideen?
Wir komponieren und texten natürlich wie wild und wollen unbedingt weiter machen. Und natürlich machen wir uns auch Gedanken über eine Fortsetzung des Konzepts.
Ob, wie und wann es eine Fortsetzung geben wird, bleibt unser Geheimnis! Aber eine Grundidee besteht natürlich schon ;)

Was kann man von euch Live erwarten?
Gute Musik, gute Stimmung, Lautstärke und Party!

Wo kann man euch in nächster Zeit Live bestaunen?
Wir werden diesen Sommer viel in unserer Region, also im Nordwesten, zu sehen sein. Bei kleineren Festivals wie das "Rock am Schloss" in Gödens bei Jever oder schon etwas größeren wie das Deichbrand-Festival in Cuxhaven, wo u.a. auch Schandmaul, Revolverheld und Regicide zu sehen sein werden.
Mit der Zeit werden wir uns dann langsam in andere Regionen vorarbeiten.
Auf unserer Website www.expierencex.com gibt´s immer aktuelle Infos!

Und nun eine Frage, an der keiner vorbeigekommen ist: Wie ist eure Meinung zum Thema Internet (Filesharing, WebZines, etc.)?
Geteilt. Einerseits ist Filesharing ein gutes Medium, um "neue" Musik kennenzulernen und sich DANN die Platte zu KAUFEN. Diejenigen, die sich eben keine Platte mehr kaufen, sondern nur illegal Musik aus dem Netz ziehen, haben immer noch nicht kapiert, dass sie sich damit über kurz oder lang eben diese Möglichkeit nehmen. Meist sehen diese Leute auch nicht, was der Künstler an Zeit, Arbeit und Geld in die Fertigstellung eines Albums gesteckt hat.
Webzines sind die logische Konsequenz aus den Möglichkeiten des Internets. Man kann auf einfache und schnelle Art viele Leute erreichen und ihnen News und Infos aus der Szene bieten, ohne dass sie erst ein Magazin oder eine Zeitschrift kaufen müssen.

Dann bedank ich mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt ein paar Fragen zu beantworten und überlasse die letzten Worte euch!
DER Tipp für Prog-Fans und Fans anspruchsvoller Musik: Experience X - www.experiencex.com !


Interview: Dominic Türk
Fotos: Experience X








Copyright © by Metalearth.de Alle Rechte vorbehalten.

Publiziert am: 2006-04-18 (4162 mal gelesen)

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