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Veldensteiner Burgfestival 2007
Nachbericht



Einer der Höhepunkte der fränkischen Konzertreihe: Die Burgfestivals in Abendberg und Veldenstein.
Hier der (leider etwas verspätete) Bericht vom regenreichen Veldensteiner Festival.


Am 21. Juli war es endlich soweit: das Veldensteiner Burgfestival öffnete seine Pforten. Zwar war es noch etwas kühl, aber die Sonne am Himmel versprach noch einen größeren Temparaturanstieg.
Schon eine dreiviertel Stunde vor Einlass hatte sich eine größere Menschenmenge vor dem Eingang versammelt.
Der Einlass ging dann auch relativ schnell vonstatten, nur ein paar Probleme mit den Flaschen traten auf, da man nur 1,5 Liter mitnehmen durfte – und maximal eine Flasche. Pech für die, die das zum Beispiel in drei Halbliterflaschen mit hatten.
Das Gelände war etwas verwinkelt, so dass Merchandisestände, Mittelaltermarkt und Bühne jeweils ihr eigenes Gelände hatten, von dem aus man die anderen Bereiche nicht einsehen konnte.
Beim Merchandise waren aber erst Saltatio Mortis und Rabenschrey zur Stelle, der Rest trudelte im Lauf des Tages ein.
Schon weit vor dem offiziellen Beginn war es gut gefüllt und der Markt stark besucht. Zwar waren hier keine Handwerker zugange, aber man konnte sich durch viele interessante Stände wühlen. Etwa eine Stunde vorher ertönten dann die ersten Liedfetzen und auch ganze Lieder, als Rabenschrey sich schon mal warmspielten und alles organisierten.
Als es dann endlich losging, gab es erstmal eine Überraschung für alle, die nicht in den letzten Tagen auf die Homepage gesehen hatten: Albi von Fiddler's Green führte durch den Tag.

Rabenschrey Ohne große Worte legten dann sofort Rabenschrey los. Ich kannte die Band vorher nicht, und ich muss sagen, dem Namen nach hätte ich eher irgendeine Gothic-Mittelalter-Truppe dahinter vermutet, aber nicht so eine energiegeladene und direkte Gruppe. Man sah den Spielleuten den Spaß an, den sie hatten und der auch nach kurzer Zeit auf die Besucher übersprang, die die (recht einfachen) Texte aus vollem Hals mitsangen. Bei dem wohl auf dem Pippi Langstrumpf-Titelstückes basierendem „Hey, wir sind Heiden“ war fast der ganze Platz am gröhlen. Am Anfang klang der Gesang noch etwas dumpf, aber schon während Valhalla wurde das besser, ansonsten passte tonmäßig schon von Anfang an alles.

Setlist Rabenschrey:
Schattenläufer
Mädelein
Valhalla
Dickes Mädchen
Hey, wir sind Heiden
Das Dreckstück
Weg nach Valhalla
Hurenlied
Röselein
Das Templerschaf
Nacht der Raben


Eine halbe Stunde umbauen später stand dann auch schon die Letzte Instanz auf der Bühne. Auch diese sparte mit Ansagen und spielte bis Sturmvogel einfach wortlos durch, was aber der Freude des Publikums keinen Dämpfer versetzte. Erst vor dem „schönsten Lied der Welt“ wurde das Publikum begrüßt und wenn man den Worten des Sänger Glauben schenken darf, dann muss das der schönste Tag überhaupt gewesen sein: „Wir sind hier auf der schönsten Burg der Welt, wir haben hier das schönste Wetter der Welt, im Publikum sehen wir die schönsten Frauen der Welt, wir sind die schönste Band der Welt und spielen jetzt das schönste Lied der Welt.“ Danach wurden dann zwischen den Liedern auch ein paar Ansagen gemacht. Beim „Stimmlein“ durfte dann das Publikum die Parts von Eric, Thomas und Sven übernehmen. Letzte Instanz
Es schien als hätten sie kaum angefangen, als die Spielzeit sich auch schonwieder dem Ende zuneigte. Als Zugabe gab es dann noch „Rapunzel“, was auch mehrmals vom Publikum gefordert worden war. In dieses wurde dann noch „I Was Made For Loving You“ eingeschoben. Der Text dazu wurde auf großen Tafeln gezeigt, damit auch alle schön mitsingen konnten.
Gegen Ende das Auftritts frischte auch das Wetter etwas auf und die sengende Sonne wurde ab und zu von ein paar Wolken verdeckt, die angenehm Schatten spendeten.

Setlist Letzte Instanz:
Du und Ich
Unerreicht
Sonne
Ohne Dich
Und das Meer...
Sturmvogel
Das schönste Lied der Welt
Tanz
Mein Todestag
Wir sind allein
Das Stimmlein
---
Rapunzel
I Was Made For Loving You
Rapunzel

Saltatio Mortis
Da ich danach ein Interview mit Specki, dem Drummer der Letzten Instanz hatte und nur die letzte viertel Stunde des Auftritts von Saltatio Mortis gesehen habe, kann ich dazu nicht so viel sagen. Nur, das sie die ersten an diesem Abend waren, die Pyroeffekte einbauten.

Die apokalyptischen Reiter Nach einer weiteren halben Stunde stürmten dann Die Apokalyptischen Reiter die Bühne. Auch wenn ihr Musikstil sich etwas von den anderen Bands des Festivals abhob, wurden sie von frenetischem Jubel begrüßt. Im Gegensatz zu den Sängern der ersten drei Bands, die mehr oder weniger unbeweglich auf der Bühne standen und nur ab und zu ein paar Schritte taten, fegte Fuchs wie ein Wirbelwind über die Bühne. Bei den Reitern kam auch plötzlich nch einiges mehr an Bewegung in die Menge und auch die Zusatzaktionen konnten sich sehen lassen: Zu „Seemann“ durfte eine Seemannsbraut erst mit Fuchs über die Bühne tanzen und anschließend auch Dr. Pest in seinem Käfig besuchen, bei „Du kleiner Wicht“ wurden fünf Riesenluftballons in die Menge geworfen, die zwar immer weniger wurden, aber bis zum Ende des Auftritts immer wieder hin und her geschlagen wurden und bei „Reitermania“ gab es ein Wettrennen zwischen zwei Damen aus dem Publikum, die auf zwei Luftmatratzen, die mit 'HMS Dr. Pest' und 'USS Reitermania' betitelt waren, über die Menge getragen wurden. Die apokalyptischen Reiter

Setlist Die Apokalyptischen Reiter:
Friede sei mit Dir
Riders on the Storm
Revolution
Seemann
Sehnsucht
Erhelle Meine Seele
Mmmh
We Will Never Die
Du kleiner Wicht
Reitermania
Die Sonne Scheint
Ghostriders in the Sky
---
Iron Fist
---
Dschinghis Khan


Danach waren dann Schelmish an der Reihe. Schon in der Umbaupause begann es zu nieseln, anfangs noch als Abkühlung genossen, aber später während des Auftritts wurde es dann doch etwas ungemütlich, da alles durchnässt war. Die Musik war zwar auch bei Schelmish sehr gut, aber das beste am Auftritt waren eigentlich die Ansagen. Die waren allesamt sehr witzig gehalten, manchmal eher subtil, aber meistens eher derb und offen. Ausserdem muss man sagen, das Schelmish eine Truppe ziemlicher Lästermäuler sind, die über alles und jeden abziehen. Als da wären George Bush, Bassisten, die sich verspielen oder was sich gerade so anbietet. Leider habe ich fast nie verstanden, wie das nächste Lied heißt, weshalb die Setliste hier leider auch entfällt. Geschlossen wurde dann mit dem Johnny Cash-Cover „Ring Of Fire“ als Zugabe.
Auffällig war auch, das die Lautstärke immer höher geschraubt wurde. Nicht erst bei Schelmish, ich hatte das Gefühl, als wäre bei jeder Band ein bisschen zugegeben worden.

Nachdem die Umbaupause schon 23 Minuten länger als geplant andauerte, betrat endlich Albi die Bühne, um den Höhepunkt des Abends anzukündigen: Subway to Sally. Subway To Sally Aber vorher mussten noch ein paar Danksagungen gemacht werden, sodass erst eine knappe halbe Stunde nach dem geplanten Zeitpunkt der Tanz begann. Nach einem knappen „Hallo Freunde!“ von Seiten Erics legten sie dann gleich mit „Das Rätsel II“ los. Das Publikum sang fast jeden Song so laut wie möglich mit, so dass man Eric stellenweise gar nicht mehr hörte. Auch der mittlerweile zum strömenden Regen gewordene Niesel störte keinen mehr. Nur Erdbeermund war nicht so geschickt gewählt gewesen, als so langsames Stück hat es einfach nicht so wirklich reingepasst, was wohl auch einige Besucher etwas geschmissen hat.
Aber obwohl das Publikum sich alle Mühe gab, der Schrei funktionierte nicht so ganz, vor allem in den hinteren Bereichen, sodass Eric sich genötig sah, eine kleine Einweisung zu geben und den Schrei in Worte zu kleiden, damit es auch jeder versteht.
Zur letzten Zugabe, „Julia und die Räuber“, gab es dann noch ein kleines Bonbon für die Zuhörer: Alle Dudelsackspieler der vorangegangenen Bands spielten mit, was auch wirklich genial klang. Hoffentlich wird dieses Stück auf der nächsten Live-CD auch in so einer Version aufgenommen.
Im Gegensatz zur Ankündigung gab es allerdings leider keinen Vorgeschmack auf das im Herbst erscheinende Album...

Setlist Subway To Sally:
Das Rätsel II
Kleid aus Rosen
Henkersbraut
Der Hofnarr
Unterm Galgen
Unsterblich
Sieben
Eisblumen
Erdbeermund
Feuerland
Liebeszauber
Alle, Psallite Cum Luya
Mephisto
Traum vom Tod II
Sag dem Teufel
Ohne Liebe
Die Braut & Der Bräutigam
Carrickfergus
---
Falscher Heiland
Veitstanz
---
Julia und die Räuber


Auch nachdem die Band die Bühne endgültig verlassen hatte standen noch ein paar Unerschütterliche vor der Bühne und riefen noch minutenlang „Zugabe, Zugabe!“. Subway To Sally
Das Verlassen gestaltete sich dann etwas umständlich, da der Weg glitschig, dunkel und gerammelt voll war, sodass es etwa eine halbe Stunde dauerte, bis alle die Burg verlassen hatten. Aus der groß angekündigten Feuershow im Burghof wurde offensichtlich leider nichts, jedenfalls ist mir keine aufgefallen. Es sei denn, der Burghof ist neuerdings ein Parkplatz vor der Burg und eine große Feuershow drei brennende Holzstücke.

Alles in allem war das Festival trotz allem sehr schön und ich würde jedem, der sich in dieser Musikrichtung zu Hause fühlt empfehlen, nächstes Jahr dorthin zu kommen.


Bericht: Johannes Wagner
Fotos: Johannes Wagner








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Publiziert am: 2007-10-13 (2043 mal gelesen)

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