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Yat-Kha




„Lasst uns ein paar Songs covern!“ Jeder der in einer Band spielt dürfte diesen Satz schon einmal im Proberaum vernommen haben. Dabei kommen dann meistens nur halbwarme Sachen heraus und man lässt es schnell wieder bleiben, aber wieviele Flaschen Wodka muss man getrunken haben, um auf die Idee zu kommen seine Lieblingssongs als Tuvan Folk-Songs einzuspielen? Im Falle Albert Kuvezins wahrscheinlich nicht viele.
Dieser beantwortete unserem Redakteur ein paar Fragen.
Viel Spaß beim Lesen!


Yat-Kha Erst einmal danke, dass du dir Zeit genommen hast ein paar Fragen zu beantworten. Bevor es los geht, solltest du die Band vielleicht einmal vorstellen, da sie nicht jeder kennen wird.
Yat-Kha ist eine Band aus dem abgelegenen Tuvan, Sibirien. Wir machen eine harmonische Mixtur aus traditioneller Musik, Kehlkopf-Gesang und klassischem Rock. Dies klingt außergewöhnlich.

Woher kommt die tuvanesische Volksmusik?
Sie kommt von alten Traditionen Tuvans wie Kehlkopf-Gesang, Schamanentum (sie sagen, Musik komme von den Seelen), normanischem Leben, Schäfer- und Jägerliedern und Improvisation auf alten traditionellen Instrumenten. Hinzu kommen Einflüsse aus der Mongoleim China und Russland.

Du benutzt diesen Kehlkopf-Gesang in den Songs. Ist er typisch für die tuvanesische Volksmusik?
Ja, dieser ist der Haupt-Bestandteil unser musikalischen Kultur und eventuell sogar mehr, denn er ist Teil der tuvanesischen Seele.

Wie kann jemand diese Gesangsart lernen?
Es ist simpel, denn sie kommt aus der Natur, aber gleichzeitig ist sie sehr schwer, denn sie ist gegensätzlich zur westlichen Gesangsart. Wenn jemand verstanden hat diesen Sound zu machen und Freude daran hat, dann wird er es können.

Woher kam die Intention Rock-Songs zu covern?
Aus meiner Jugend, als ich fanart in Rock war. Heutzutage mag ich sie, aber ich sehe sie ganz anders. In den letzten Jahren wollte ich umbedingt etwas von den alten Rock-Klassikern machen.

Yat-Kha Welche Bedeutung haben die Songs für dich? Verbindest du etwas mit ihnen?
Nein, diese Songs sind nicht wirklich meine Lieblinge, wie manch andere es sind, aber ich mag die Künstler und versuchte ihnen und den Songs neues Leben einzuhauchen.

Für mich klingt "In a Gada da Vida" noch "spiritueller" als im Original. Denkst du, dass dies vom Kehlkopf-Gesang kommt?
Ja, dieser ist einer der Gründe. Die anderen sind: Neue, differenzierte Bewegungen und Rhythmen und traditionelle Instrumente, die dem Song eine spacigere Atmosphäre geben.

Du hast auch einige tratitionelle Songs auf dem Album. Woher kam diese Idee?
Traditionen sind die Wurzeln von Allem, der Musik eingeschlossen. Ich denke, dass traditionelle Lieder seit langem konkrete Formen annehmen.

Ihr spielt nur wenige Konzerte in Deutschland, eines davon auf dem Weltjugendtag in Köln. Warum nur einige wenige Konzerte?
Weißt du, das liegt nicht an uns, sondern an Agenten, Promotern und anderen Leute und Gründen. Wir wollen eigentlich immer mehr Konzerte spielen.

Was können die Leute bei einer Yat-Kha-Show erwarten?
Positive Energie, untypischen Gesang, frischen Sound und Arrangements und neue Erfahrungen. Halt einen musikalischen Tripp nach Tuva.

Yat-Kha Arbeitest du schon an einem neuen Album? Gibt es Details, die du verraten kannst?
Ja, ich arbeite daran. Eigentlich arbeite ich an zwei Alben: Eines mit der ganzen Band und ein anderes, das ein akkustisches Solo-Album wird, welches ich meinen vor kurzem verstorbenen Vater widme.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich möchte mein eigenes Studio an einem schönen Platz in Tuva bauen, um dort Künstler, die ich mag, zu produzieren.

Und auch du kommst nicht an einer Frage vorbei: Wie ist deine Sicht zum Thema Internet (Filesharing, etc.)?
Allgemein gesehen ist es OK, obwohl ich keine großer "user" und "surfer" bin. Ich würde gerne mehr im Internet sein, aber ich habe ehrlich gesagt keine Zeit.

Vielen Dank für das Interview. Die obligatorischen letzten Worte gehören dir!
Ich wünsche euch allen, dass ihr euren eigenen Weg, der euch Fröhlichkeit und Harmonie bringt, in diesem Leben findet. Dann könnt ihr auch andere Leute glücklich machen.
Bis dahin, Albert Kuvezin!


Interview: Dominic Türk
Fotos: Yat-Kha








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Publiziert am: 2005-08-23 (2374 mal gelesen)

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